Wichtige Namensträger "von Pidoll"

Anselm

Hubert von Pidoll (*24.1.1734, +3.5.1827), Sohn des Hüttenmeisters Gottfried von Pidoll und der Anne Louise Guichard, studierte an der Universität Trier und trat am 11.2.1753 unter dem Namen Anselm in das Kloster Himmerod ein. Dort war er seit 1782 Abt. Seine Amtszeit war geprägt durch Reformen, mildtätige Gaben für die Armen, sparsame Haushaltsführung und deshalb mögliche Renovierung der Himmeroder Kirche. Nach der Besetzung Himmerods durch französische Revolutionstruppen wurde Himmerod auf Weisung der französischen Regierung am 26.7.1802 aufgelöst. Anselm blieb als Aufseher zurück und rettete so die kostbarsten Handschriften vor der Versteigerung in das Trierer Stadtarchiv. Nach der Auflösung Himmerods wurde Anselm als Domkanoniker in den Trierer Dom berufen, da er hier bereits einen Ehrensitz besaß.

Abt Anselm von Pidoll

 

Carl

Karl Michael Valentin Freiherr von Pidoll (*7.1.1847, +17.2.1901), Enkel des Feldzeugmeisters Johann Michael Joseph Freiherr von Pidoll, Sohn des k.k. Oberstleutnant im Geniestab Franz Karl Freiherr von Pidoll (*12.10.1820, +5.2.1881) und der Gabriele Helene Maria Ritter von Mack auf Mauer (*13.3.1826, +2.2.1916). Als Jugendlicher wählte er die Offizierslaufbahn, 1873 sattelte er zum Kunstmaler um, lebte in Paris, Frankfurt und Rom und schloss sich u.a. dem Maler Hans von Marees an. Sein Buch über Marees "Aus der Werkstatt eines Künstlers" erschien 1890. Zahlreiche seiner Bilder befinden sich heute in der Neuen Pinakothek München. Karl heiratete am 5.7.1879 Marguerite Fernande Marie de Scherff (*2.8.1851, +September 1941), Tochter des Präsidenten der luxemburgischen Abgeordnetenkammer Paul de Scherff und der Marie Suzanne Pescatore und hatte sechs Kinder.

Selbstbildnis Carl von Pidoll, Kunstmaler

Carl

Karl Friedrich Freiherr von Pidoll (*14.10.1888, +1965), Sohn des Kunstmalers Karl Michael Valentin Freiherr von Pidoll und der Marguerite Fernande Marie de Scherff, studierte Musik, Philosophie, Geschichte und Kulturgeschichte an der Universität München und machte sich in den 20er Jahren als Pianist und Komponist einen Namen. 12 Jahre lang war er Generalagent der Arbed Stahl AG in Italien, Indien und Ostasien, danach Direktor der SpinnfaserAG, Kassel. 1936 wurde Karl Schriftsteller (Carl von Pidoll) und zog an seine Wahlheimat Ehrwald am Fuße der Zugspitze. Seine Spezialität waren biographische Romane aus dem Bereich der Musik (Elly Ney, Mein Freund Beethoven, Mit Mozart musizieren die Engel etc.). Karl hatte viermal geheiratet und zwei Kinder.

Carl von Pidoll, Musikschriftsteller

Johann Michael Joseph

Baron Johann Michael Joseph von Pidoll (*16.11.1734, +23.11.1819), Sohn des Reichspostmeisters Geheimrat Hubert von Pidoll und der Josepha Margarethe von Geisen, studierte Jura in Trier und wurde 1756 Stiftsherr zu St. Paulin Trier als Nachfolger seines Onkels Karl Kaspar von Pidoll. Er zeigte große Geschicklichkeit bei der Regelung der ihm übertragenen Aufgaben, die ihm Adelstitel und allgemeine Anerkennung gewährten. Am 21.2.1794 wurde er zum Titularbischof von Diokletianopolis gewählt und die Wahl zum Bischof von Trier in Aussicht gestellt. Am 9.3.1801 wurde das linke Rheinufer an Frankreich abgegeben. Napoleon Bonaparte aber betrachtete es als "eine Verschwendung, einen so fähigen Mann in ein kleines, problemloses Bistum zu versetzen" und nominierte ihn stattdessen am 10.4.1802 zum Bischof von Le Mans. Am 14.9.1814 wurde er zum "Baron de l'Empire" geadelt. Ein zeitgenössischer Nachruf würdigte ihn wie folgt: "Er verwaltete die Diözese Le Mans während einer Zeit, in der viele Wunden zu heilen waren. Es gelang ihm, alle politischen Richtungen und religiösen Parteien zu einigen. Er war ein wahrer Apostel der ersten Zeiten".

Baron Johann Michael Joseph von Pidoll, Bischof von Le Mans

Johann Michael Joseph

Johann Michael Joseph Freiherr von Pidoll (*27.9.1776, +2.6.1865), Sohn des Hüttenmeisters Johann Franz von Pidoll und der Luise von Forster, flüchtete mit seiner Familie 1794 vor den französischen Revolutionstruppen nach Wien und trat dort in österreichische Dienste ein. Er nahm als "Großmeister der Artillerie" an allen Schlachten von 1794 bis 1815 teil, wurde mehrfach verwundet, davon einmal schwer. Schließlich errang er den Rang eines k.k Generalfeldzeugmeisters und wurde nach über 55 jähriger Dienstzeit in der Armee von Kaiser Franz Joseph I in den erbländischen österreichischen Freiherrenstand erhoben. Er hatte am 26.7.1819 Maria Claudia Josepha Theresia von Haymerle (*13.4.1797, + 14.12.1861), Tochter des k.k. Hofrats Franz Wenzel Ritter von Haymerle und der Maria Claudia Wilhelmina Walburga Theresia Franziska von Kronenfels, geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

Freiherr Johann Michael Joseph von Pidoll, Generalfeldzeugmeister

Karl

Karl von Pidoll (*20.12.1883, +27.6.1968), Nachkomme des Försters Karl Kaspar von Pidoll, Sohn des Schreiners Karl von Pidoll und der Christina Schneider, Kunstmaler zu Dillenburg, verheiratet mit Julie Paula Schmidt (*19.10.1889, +28.3.1975). Seine Bilder befinden sich heute z.B. im Museum von Wuppertal.

Ölgemälde von Karl von Pidoll, Kunstmaler zu Dillenburg

Otto

Otto Franz von Pidoll (*22.5.1908, +12.6.1982), Nachkomme des Försters Gottfried von Pidoll, Sohn des Kürschnermeisters Carl von Pidoll und der Margaretha Braun, Kunstmaler zu Losheim, verheiratet mit Anna Wagner (*13.9.1911, +3.2.1987). Seine Bilder sind heute z.B. als Postkarten von Losheim erhältlich.

Selbstbildnis Otto von Pidoll, Kunstmaler zu Losheim

Paul

Paul Franz Karl Freiherr von Pidoll (*3.8.1882, +6.12.1954), Sohn des Kunstmalers Karl Michael Valentin Freiherr von Pidoll und der Marguerite Fernande Marie de Scherff, Kunstmaler (Aquarelle) und Xylograph (Holzschnitte) zu Paris, später Etang de Biscarosse, zweimal verheiratet, hat eine ganze Anzahl von Büchern illustriert. Seine Bilder befinden sich heute z.B. in der Bibliothek National, Paris.

Holzschnitt des Paul de Pidoll, Kunstmaler zu Paris

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